Fachtagung Klima-Engagement

Klima. Kommune. Kooperation.
1. Oktober 2026
Gustav-Stresemann-Institut Bonn

Infos

Liebe Klimaschutz-Engagierte und -Interessierte,

wir freuen uns sehr, Sie im Rahmen des BBE-Programms Engagiert für Klimaschutz gemeinsam mit unserer Kooperationspartnerin Stiftung Mitarbeit zu unserer diesjährigen Fachtagung Klima-Engagement einzuladen! Mit der Veranstaltung schaffen wir einen Austauschraum für Vertreter*innen aus Kommunen und Zivilgesellschaft, um Zusammenarbeit zu stärken und neue Impulse für lokalen Klimaschutz zu entwickeln.

Die eintägige Veranstaltung wird am 1. Oktober 2026 von 9:00 – 17:00 Uhr im Gustav-Stresemann-Institut in Bonn stattfinden. Das Veranstaltungsgebäude ist barrierefrei für Rollstühle.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Fahrt- und Übernachtungskosten können nach Absprache übernommen werden (s. Anmeldung).

Die Fachtagung möchte kommunale Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsmanager*innen sowie Beteiligungsbeauftragte mit Vertreter*innen gemeinnütziger Organisationen, Vereinen und Verbänden aus allen Engagementbereichen zusammenbringen. Leiten Sie die Einladung gerne an mögliche Interessent*innen weiter!

Zur Anmeldung

Programm

8:30 – 9:00 Uhr

Anmeldung & Ankommen

9:00 – 9:30 Uhr

Begrüßung

9:30 – 10:15 Uhr

Keynote: „Vom Anspruch zur Routine: Wie Klimaschutz in Organisationen normal wird“

Viele Organisationen haben ambitionierte Klimaschutzziele formuliert. Die zentrale Herausforderung liegt jedoch darin, diese Ziele in alltägliche Entscheidungen, Prozesse und Routinen zu übersetzen. Empirische Erkenntnisse zu besonders umsetzungsstarken Akteuren aus der Wirtschaft geben Hinweise darauf, welche formellen Strukturen dabei helfen können: klare Verantwortlichkeiten, Kennzahlen, strategische Verankerung sowie die Integration von Klimaschutz in Beschaffung, Risikomanagement und Anreizsysteme. Ebenso bedeutsam sind informelle Treiber wie soziale Normen, Organisationskultur, Führung, Gruppendynamiken und geteilte Werte, die beeinflussen, ob Klimaschutz im Organisationsalltag tatsächlich gelebt wird. Im gemeinsamen Austausch stellt sich die Frage, welche dieser Erkenntnisse auf Kommunen und zivilgesellschaftliche Akteure übertragbar sind, und wo deren eigene Erfahrungen die Perspektive aus der Wirtschaft sinnvoll ergänzen. 

Dr. Julian Conrads ist Professor für Nachhaltigkeitsmanagement an der THM Business School. Nach Studium und Promotion an der Universität zu Köln sammelte er Praxiserfahrung in der Nachhaltigkeitsberatung sowie als Head of Sustainability, People & Culture bei FOND OF (Marken u.a. Affenzahn, ergobag, satch). In Lehre, Forschung und Praxisdialog – unter anderem im Projekt Transform2Action – arbeitet er an der Schnittstelle von Nachhaltigkeitsmanagement, Verhaltensökonomie und organisationaler Transformation daran, wie Unternehmen, Studierende und gesellschaftliche Akteure vom Wissen über Nachhaltigkeit ins gemeinsame Handeln für wirksamen Klimaschutz kommen.

10:15 – 11:30 Uhr

Podiumsdiskussion „Gute Zusammenarbeit im Klimaschutz – vom Anspruch zum Alltag“

Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion steht die Frage, wie Kommunen und Zivilgesellschaft gemeinsam Klimaschutz gestalten können. Diskutiert werden Erfolgsfaktoren für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, geeignete Beteiligungsformate sowie Möglichkeiten, unterschiedliche Interessen konstruktiv zusammenzubringen. Die Diskussion beleuchtet sowohl praktische Erfahrungen aus der Zusammenarbeit vor Ort als auch Herausforderungen, etwa hinsichtlich Ressourcen, Kommunikation oder Rollenverständnissen. Darüber hinaus soll der Blick darauf gerichtet werden, welche Beiträge Wissenschaft und Unternehmen für gelingende Kooperationen leisten können.    

Dr. Klaus Reuter, geschäftsführender Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW (LAG 21 NRW) 

Simon Probst, Projektmanager Klima & Umwelt bei UPJ  

Dr. Elke Bojarra-Becker (sie/ihr), Team- und Projektleitung der Agentur für kommunalen Klimaschutz am Deutschen Institut für Urbanistik gGmbH    

Jörn Luft, Vorstandsvorsitzender Stiftung Mitarbeit 

N. N. , Stadtverwaltung Bonn

Moderation: Christiane Overkamp (sie/ihr), Moderatorin und Organisationsberaterin 

11:30 – 11:45 Uhr

Pause

11:45 – 13:00 Uhr

Fachforen I

Bürgerräte, die wirken: Wie aus Empfehlungen Entscheidungen werden 
Gesellschaft für Klima und Demokratie & Mehr Demokratie 

Bürgerräte sind eine beliebte Methode für demokratische Beteiligung – ihre Empfehlungen bleiben aber oft folgenlos. Im Modellprojekt Klima trifft Kommune wurde das Konzept deshalb weiterentwickelt: mit einem verbindlichen Bürgerentscheid am Ende, der aus Empfehlungen tatsächliche Entscheidungen macht. Anhand des Projekts gehen wir im Workshop der Frage nach, was Beteiligung wirksam macht, welche Rolle Verwaltung und Zivilgesellschaft dabei spielen und sammeln gemeinsam Wege, wie sie Menschen mitnimmt und wirklich etwas bewegt. Die Erkenntnisse fließen in das EU-Projekt Citizens4Climate ein, das europaweit gute Beispiele für Klimabeteiligung zusammenträgt. 

Klima-Taler & Klima Puzzle: Gamification-Ansätze für lokalen Klimaschutz 
Klima-Taler & Climate Fresk Deutschland 

Wie kann man Menschen durch Gamification für Klimaschutz sensibilisieren und motivieren? Dieser Frage werden wir im Workshop anhand des Tools „Klima-Taler“ sowie dem „Klima Puzzle“ von Climate Fresk nach. Beide Formate zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie multiple Zielgruppen ansprechen – von Kommunen über Zivilgesellschaft bis zu Unternehmen. Gemeinsam diskutieren wir anschließend, welche Potenziale Gamification für lokale Klimaschutzprozesse bietet. 

Zukunft aufgetischt! Ernährung gemeinsam gestalten 
Robert Bosch Stiftung 

Seit knapp zwei Jahren arbeiten 10 Kommunen gefördert durch die Robert Bosch Stiftung, gemeinsam mit Bürger:innen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft daran, regionale Ernährungsumgebungen nachhaltiger mit Blick auf Klimaschutz zu gestalten. Es gibt viele gute Gründe, sich als Kommune über Ernährung Gedanken zu machen. Unsere Ernährung prägt unsere Landschaften, Städte und Dörfer und sie kann einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Das Projekt ist partizipativ angelegt und wird von Vereinen und Initiativen vor Ort und von Bürger*innen intensiv mitgestaltet. Im Rahmen des Workshops gibt es aktuelle Informationen und Impulse aus dem Projekt und Raum für Austausch, damit Ernährungs- und Klimaschutzprozesse voneinander lernen können. 

Erst das Netzwerk, dann das Projekt – oder doch andersrum? 

Bündnis StrukturWandeln 

Viele kennen das Dilemma: Wirkungsvoller Klimaschutz braucht starke Netzwerke, doch die brauchen Zeit, Ressourcen und damit häufig eine Projektfinanzierung. Die besten Projekte wiederum entstehen oft erst in eingespielter Netzwerkarbeit. Wie finden Engagierte einen erfolgreichen Umgang mit diesen konkurrierenden Anforderungen? 

Das „Bündnis StrukturWandeln“ hat diesen Prozess in den letzten Jahren durchlaufen. Aus einem großen Kreis lose Interessierter im Mitteldeutschen Kohlerevier ist seit 2020 ein lebendiges Netzwerk von Haupt- und Ehrenamtlichen geworden, die sich in Stadt und Land für einen nachhaltigen und partizipativen Kohleausstieg einsetzen. 

Im Mittelpunkt des Workshops stehen folgende Fragen: Wie bleiben Netzwerke unter unsicheren Rahmenbedingungen aktiv? Wie schaffen wir Vertrauen und Augenhöhe zwischen vielfältigen Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft? Und wie kommen wir gemeinsam für mehr Klimaschutz voran?

13:00 – 14:00 Uhr

Mittagspause mit veganer Verpflegung

14:00 – 15:00 Uhr

MatchFactory

Während der MatchFactory haben Sie die Möglichkeit, sich sowohl untereinander als auch mit speziell eingeladenen Organisationen zu vernetzen.

Dabei sind u. a.: Bundesverband Klimaschutz | LocalZero | Climate Fresk | Klimataler | Omas For Future | Freiwilligenagentur Bonn | Stadt.Land.Klima! | Robert Bosch Stiftung | Stiftung Mitarbeit | Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement

15:00 – 15:30 Uhr

Die Klima-Monologe

Dürren, Überschwemmungen, Stürme. Unbewohnbare Zonen und Verteilungskämpfe breiten sich aus. Das Zeitfenster, das noch zum Handeln bleibt, wird immer kleiner. Die Klima-Monologe erzählen von den weltweiten Kämpfen verschiedenster Menschen gegen den Klimawandel. Sie geben Einblick, wie Menschen in unterschiedlichen Regionen der Welt ganz konkret die Folgen des Klimawandels in ihren eigenen Biografien spüren. 

Die Akteur*innen müssen immer wieder existenzielle Entscheidungen treffen: zwischen zu Hause bleiben oder weggehen, zwischen Ernteausfällen auf dem Land oder dem Leben als Tagelöhner in der Stadt, zwischen Sicherheit und Identität, zwischen Hunger und Risiko. 

Die Klima-Monologe sind dokumentarisches Theater. Michael Ruf führt Interviews, die mehrere Stunden, teils mehrere Tage dauern. Diese Interviews werden dann lediglich gekürzt und verdichtet. Es wird dabei nichts hinzu erfunden und die sprachliche Ausdrucksweise wird beibehalten. Wortgetreues, menschennahes Theater. 

Wir werden einen Auszug aus den Klima-Monologen sehen.

15:30 – 16:45 Uhr

Fachforen II

Effektiver Klimaschutz vor Ort: Ehrenamt und Kommune als Team 
LocalZero 

LocalZero gründet und unterstützt zivilgesellschaftliche Lokalgruppen, die sich in ihrer Kommune für Klimaneutralität einsetzen. Dabei kooperieren die Gruppen eng mit der Verwaltung und setzen eigene Projekte um. In dem Workshop werden verschiedene Erfolgsbeispiele gelungener Zusammenarbeit zwischen Kommune und Ehrenamt vorgestellt. Teilnehmende sind eingeladen sich über eigene Erfahrungen und weitere Praxisbeispiele auszutauschen. Ziel ist es konkrete Ideen zu sammeln: Wie können Lokalteams die Arbeit kommunaler Mitarbeitender unterstützen? Wie können sich beide Seiten gegenseitig stärken, um gemeinsam an einem Strang Richtung Klimaneutralität zu ziehen? 

Klimaschutz in der Kommune mit einer aktiven Bürgerschaft erreichen 
BBE AG Kommune 

Klimaschutz bzw. Klimaneutralität bedarf in einem relevanten Ausmaß einer aktiven Mitwirkung der Bürgerschaft! Mit welchen Handlungsansätzen kann es der Kommunalverwaltung gelingen, diese notwendige Mitwirkung zu initiieren? 

Die vorgestellten Handlungsempfehlungen basieren insbesondere auf generalisierbaren Kölner Erfahrungen wie auch einer vom Referenten durchgeführten Erhebung zum Thema bei einschlägigen kommunalen Fachverwaltungen in NRW. 

Neue Wege für Vernetzung und Austausch: Erfahrungen aus dem „KompetenzNetz Mitwirkung für ein klimaneutrales Bonn“ 
Stiftung Mitarbeit 

Im Rahmen des Bonner Klimaplans 2035 wurde mit dem „KompetenzNetz Mitwirkung für ein klimaneutrales Bonn“ eine neue Schnittstelle zwischen Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft eingerichtet. Zielsetzung ist es, durch Austausch und Zusammenarbeit die kooperative Umsetzung kommunaler Klimaneutralität voranzutreiben. Um den Dynamiken im Umsetzungsprozess und den Bedürfnissen der beteiligten Akteure langfristig gerecht zu werden, muss sich die Vernetzungsarbeit dabei fortlaufend an die sich wandelnden Rahmenbedingungen anpassen. Im Workshop berichten Akteure aus dem „KompetenzNetz Mitwirkung für ein klimaneutrales Bonn“ über ihre Erfahrungen aus der Praxis und diskutieren die Anforderungen an eine nachhaltige Netzwerkarbeit zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft. 

Wer spricht, macht den Unterschied: Trusted Messengers für wirksames Klima-Engagement 
Klimafakten 

Warum überzeugen manche Botschaften – und andere nicht? Viele Menschen orientieren sich weniger an Fakten allein als an Personen, denen sie vertrauen. Der Ansatz der „Trusted Messengers“ zeigt, wie glaubwürdige Personen dazu beitragen können, Menschen zu erreichen, Orientierung zu geben und Veränderungsprozesse zu unterstützen. Im Workshop erfahren die Teilnehmenden, warum vertrauenswürdige Botschafter*innen eine Schlüsselrolle für gesellschaftliche Veränderungen spielen und wie Kommunen sowie zivilgesellschaftliche Organisationen dieses Potenzial für ihre eigene Arbeit nutzen können. Gemeinsam diskutieren wir, welche Chancen der Ansatz für wirksames Klima-Engagement bietet.

16:45 – 17:00 Uhr

Abschluss

17:00 – 18:00 Uhr

Ausklang

Info und Kontakt für Rückfragen

Charlotte Dase

Referentin ENGAGIERT FÜR KLIMASCHUTZ

Impressionen

Tagungspublikum.
Tagungssaal © BBE/Jule Halsinger
Begrüßung durch Dr. Lilian Schwalb, Geschäftsführerin BBE.
Grußwort Dr. Lilian Schwalb © BBE/Jule Halsinger
Keynote Prof. Dr. Heike Walk.
Keynote Prof. Dr. Heike Walk © BBE/Jule Halsinger
World Café zur Keynote.
World Café © BBE/Jule Halsinger
Workshop
Workshop © BBE/Jule Halsinger
Singer-Songwriterin Liyo.
Liyo © BBE/Jule Halsinger
MatchFactory
MatchFactory © BBE/Jule Halsinger
Stadtrundgang.
Stadtrundgang © BBE/Jule Halsinger
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Tagungsprogramm

9:00 – 9:30 Uhr

Ankommen bei Kaffee & Tee

9:30 – 10:00 Uhr

Eröffnung der Programmtagung

Stiftung Mercator
Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement

10:00 – 10:30 Uhr

Keynote „Bürgerschaftliches Engagement für Klima- und Umweltschutz – aktuelle Herausforderungen, Trends und Chancen“

Prof. Dr. Heike Walk Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

In der Keynote werden die aktuellen Herausforderungen und Trends des bürgerschaftlichen Engagements für Klima- und Umweltschutz sowie die Vielfalt und Chancen des Engagements aufgezeigt. Die Erkenntnis, dass jede:r Einzelne durch Engagement und gemeinschaftliche Aktionen einen Beitrag leisten kann, inspiriert viele, sich in Initiativen, Protesten oder Projekten für nachhaltige Lösungen einzusetzen. Während ein wachsender Teil der Bevölkerung die Dringlichkeit des Klimaschutzes erkennt, stehen andere Gruppen diesen Maßnahmen skeptisch oder ablehnend gegenüber – häufig aufgrund von wirtschaftlichen Ängsten, fehlenden Informationen oder ideologischen Differenzen. Der Umgang mit diesen Widerständen erfordert eine offene und respektvolle Kommunikation, die verschiedene Perspektiven anerkennt und die Vorteile von Klimaschutzmaßnahmen für alle Beteiligten betont. Auf der Konferenz können diese aktuellen Herausforderungen und Trends im World Café gemeinsam diskutiert werden.

Prof. Dr. Heike Walk ist Professorin für „Transformation Governance & Service Learning“ an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Sie ist promovierte Philosophin und habilitierte Politikwissenschaftlerin und war Geschäftsführerin des Forschungszentrums für Umweltpolitik an der Freien Universität Berlin sowie stellv. Geschäftsführerin am Zentrum Technik und Gesellschaft der Technischen Universität Berlin. Seit 2003 ist Frau Walk Mitherausgeberin der Buchreihe „Bürgergesellschaft und Demokratie“ im Verlag Springer Fachmedien. Darüber hinaus ist sie im Stiftungsrat der Bürgerstiftung Barnim Uckermark.

10:30 – 11:15 Uhr

World Café zur Keynote

11:15 – 11:30 Uhr

Pause

11:30 – 13:00 Uhr

Workshops

WS 1: Ideen bündeln, Wirkung entfalten: ein Workshop für Klima-Kooperationsprojekte

Dieser Workshop bietet Raum für die Analyse und Reflexion gesellschaftlicher Wirkungen der Kooperationsprojekte aus dem Ideenwettbewerb „Engagiert für Klimaschutz“. Diskutieren Sie mit uns über Erfolge, Herausforderungen und das Potenzial von Kooperationen und erfahren Sie, wie sich ähnliche Ansätze erfolgreich in die Praxis übertragen lassen.

WS 2: Vernetzt gehts besser als allein! Klimaschutz als gemeinsame Motivation  

Engagiert für Klimaschutz sind die wenigsten gern allein, und das aus gutem Grund. Klimaschutz ist eine starke Motivation für gemeinsames Handeln. Mit unserer Netzwerkarbeit versuchen wir mit unterschiedlichen Formaten Möglichkeiten zu bieten gemeinsam im Klimaschutz voranzukommen. In dem Workshop wollen wir diskutieren, welche Ebenen des Netzwerkens für den Klimaschutz wir ansprechen und welche Erfahrungen Sie bisher gemacht haben! 

WS 3: Politische Rahmungen – Welche Bedingungen braucht das Engagement für Klimaschutz? 

In den letzten Jahren wurde im Programm ENGAGIERT FÜR KLIMASCHUTZ des BBE ein Katalog von Handlungsempfehlungen rund um das Thema Klimaschutz in gemeinnützigen Organisationen erarbeitet. In dem Workshop sollen ausgewählte Empfehlungen vorgestellt und diskutiert werden. Die leitende Frage ist, wie sich die Rahmenbedingungen für das Klimaschutz-Engagement systematisch weiterentwickeln lassen, um auch angesichts unterschiedlicher Perspektiven gemeinsam politisch etwas bewirken zu können. 

13:00 – 14:00 Uhr

Mittagspause mit veganer Verpflegung

14:00 – 14:30 Uhr

Musik von Liyo

14:30 – 15:30 Uhr

MatchFactory

Bei der MatchFactory haben Sie die Möglichkeit, mit geladenen Expert*innen sowie untereinander zu vier verschiedenen Themenschwerpunkten ins Gespräch zu kommen:

1. Politische Allianzen für Klimaschutz mit
Netzwerk KlimaDemokratie (Stiftung Mitarbeit)
Klima-Allianz Deutschland
LBE Bayern e.V. / RENN e.V. I SÜD
BBE – Programm „Engagiert für Klimaschutz“

2. Interne Klimaschutzmaßnahmen mit
Bundesverband Soziokultur e. V. (Projekt „Ökologische Mindeststandards für die Soziokultur“)
Elektrizitätswerke Schönau
Omas4Future Berlin
Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands

3. Klimaanpassung/-auswirkungen auf den eigenen Tätigkeitsbereich mit
Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e. V. (KLUG)
NotfallAllianz Kultur
KATE Umwelt & Entwicklung e. V. (Projekt Klima-ISO)

4. Kooperationen zwischen Unternehmen und Zivilgesellschaft für Klimaschutz mit
Initiative Plastikfreie Stadt (KuBuS e. V.)
Netzwerk Gemeinwohl-Ökonomie Unternehmen Berlin-Brandenburg e.V.
Forum Fairer Handel e. V.
KATE Umwelt & Entwicklung e. V. (Projekt Unternehmen FAIRändern, PLAY! Aufschlag fürs Klima)

15:30 – 17:00 Uhr

Ausklang

16:00 – 17:30 Uhr

Optional: Stadtrundgang „Small Fish and Big Players: The stories behind climate change“ (querstadtein e. V.)

Die Felder, auf denen Muhammed als Kind Fußball spielte, sind verschwunden. Sie sind im Meer versunken. Fisch, einst Grundnahrungsmittel, ist für die meisten Menschen unerschwinglich geworden. Landwirtschaft, einst das Rückgrat seiner Gemeinde, ist kaum noch möglich. Aufgewachsen in Senegambia, einer Region, die auf keiner Landkarte mehr zu finden ist, hat Muhammed Lamin Jadama die verheerenden Auswirkungen des Klimakrise hautnah miterlebt.

Auf seiner neuen Tour nimmt Muhammed euch mit nach Westafrika – durch einen Spaziergang auf seinem Kreuzberg. Was hat eine Tankstelle in Berlin mit den natürlichen Ressourcen im Senegal zu tun? Wie hängt eine Wechselstube mit der Lebenssituation in seinem Heimatland zusammen? Und wo landet der Müll der globalen Massenproduktion?

Als politischer Aktivist und Streetworker in Berlin-Kreuzberg wird Muhammed Zeuge, wie die Klimakrise in Verbindung mit globalen Machtstrukturen nicht nur die Umwelt zerstört, sondern auch immer mehr Menschen dazu zwingt, ihre Heimat zu verlassen.

Der Rundgang findet auf Englisch statt!